Sonntag, 18. Oktober 2026, 17 Uhr

W.A. Mozart – Requiem KV 626
John Rutter Requiem

Gisela Weinberger, Sopran
Regine Jurda, Alt
Q-Won Han, Tenor
Raphael Sigling, Bass

Münchner Oratorienorchester
Paul-Gerhardt-Chor

Leitung: Ilse Krüger

In seinem Herbstkonzert widmet sich der Paul-Gerhardt-Chor – dem Lauf des Kirchenjahres folgend – dem Gedanken an die Vergänglichkeit des Lebens: „Es ist dem Menschen bestimmt zu sterben, danach aber das Gericht“, heißt es im Hebräer-Brief im Neuen Testament. Nach christlicher Vorstellung lässt sich dies aber nicht von der Gnade Gottes und der Hoffnung auf das ewige Leben trennen.

Das wird auch in den beiden Werken deutlich, die der Paul-Gerhardt-Chor aufführt: Dem bekannten Requiem von Wolfang Amadeus Mozart sowie dem Requiem des zeitgenössischen Komponisten John Rutter. 

Mozart und Rutter – beide verarbeiten in ihren Werken die Elemente der traditionellen katholischen Totenmesse, das mit dem namengebenden Gebet „Gib ihnen die ewige Ruhe“ („Requiem aeternam dona eis“) beginnt, in starken Klangfarben den Tag des Gerichts („Dies irae“) mit dem Fanal der Posaunen („Tuba mirum“) beschreibt und in die Bitte um das ewige Licht („Lux perpetua“) mündet.

Mozarts Requiem ist sein letztes Werk – dass er kurz vor seinem Tod diese Messe geschrieben hat (er starb während der Komposition), verleiht dem Werk etwas Geheimnisvolles.

Das Besondere an Rutters Requiem ist, dass er dieses um Psalmtexte aus dem „Book of Common Prayer“ aus der anglikanischen Kirche erweitert. So ergänzen sich die zwei Totenmessen mit ihren kirchlichen Traditionen und den Klängen aus zwei unterschiedlichen Jahrhunderten. 

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